Balkan Grooves – PresseBalkan Grooves – Press

Balkan Grooves @ Fairaudio

gemacht, um den balkan endgültig auf die tanzflächen der clubs zu zerren

Das hier würde so manch wohlmeinenden Musikethnologen vom Glauben abfallen lassen: Wo sind die Zigeunergeiger, die betörenden Balkan-Bläser, die süßlich-schwermütigen Melodien der Slawen, die zu erwarten er in vielen Jahren der Feldforschung gelernt hat? Oh, die sind schon noch da – allerdings überlagert von einer gehörigen Portion Disco Groove! Tanzbar waren die meisten Balkan-Nummern ja schon immer, mit ihrem halsbrecherischen Tempo und ihrem zumeist von einer waghalsigen Basstuba getriebenen Beat. Jetzt aber haben sich einige Produzenten und DJs auf Geheiß des sympathischen Labels Eastblok Music aufgemacht, den Balkan endgültig aus seiner Folklore-Ecke auf die Tanzflächen der westlichen Clubs zu zerren.

Herausgekommen ist dabei etwas, was man von der mittlerweile etablierten Balkan Beat-Welle so nicht kennt. Das fängt schon mit dem Opener Raise Up Your Hand an, einer beatgepimpten Dancehall-Nummer, bei der sich der Mazedonier Kiril mit dem Birminghamer Ex-Rockers Hi-Fi-Toaster Ras Tweed ein bisschen Jamaika ins Studio holt, während die legendäre Roma-Sängerin Esma Redzepova für einen Gastauftritt schon in den Startlöchern steht. Oder es werden einfach Files hin- und hergeschickt, wie zwischen dem Sanct Petersburger Dobranotch und dem Pariser DJ Click. Ab Track 6 wird es dann richtig interessant: Zajednica von Leni Kravac, dem Alter Ego des Slowenischen Drum&Bass- und R&B-Produzenten und Bassisten Jasarov, ist ein toller Song, Balkan Qoulou vom Marseiller Watcha Clan – laut Funkhaus Europa ein „verrückter Mestizo-Haufen“ – ein echtes Groove-Monster, stilecht orientalisiert mit allerlei nahöstlichen Arabesken. Oder Kebab Connection, eine lustige Nummer vom Wahl-Wiener Dunkelbunt, der als einer der Pioniere des „Electro-Swing“, sprich: des Fusionierens von südosteuropäischer Folklore, Klezmer und Swing mit elektronischer Musik gilt, sowie des Afro-Beat- und Reggae-Künstlers Cloud Tissa, die mich in ihrer Gesamtwirkung an das grandiose Duett Marry Me von Peter Fox und Miss Platnum erinnert. Der letzte Track, Rebetiko Song, wurde von Le Caravane Electro nur ganz behutsam elektronisiert und könnte so auch von einem Verve Unmixed/Remixed-Sampler stammen. Szenetrennung und Genregrenzen jedenfalls wird man auf den Balkan Grooves vergeblich suchen. Einender Faktor ist die raue Energie und nicht zuletzt der anarchische Spaß, den die Musiker gehabt haben dürften und der hoffentlich auch die potentiellen Hörer trifft.

Quelle: Fairaudio

Balkan Grooves @ Ox-Fanzine

Von Neuem besticht das Eastblok-Label mit einer Veröffentlichung von Balkan-Musik, wie sie in Deutschland vorher noch nicht erschienen ist: Auf dem „Balkan Grooves“-Sampler bekommt der Hörer eine Antwort auf die Frage, was momentan eigentlich auf der Baustelle von elektronischer Musik aus Ost und West passiert.

So erklären beispielsweise der Wiener DUNKELBUNT, das bosnisch-dänische Projekt FAGGET FAIRYS oder die Kooperation zwischen DOBRANOTCH aus Russland und DJ Click aus Frankreich, was vor sich geht: Waren es früher fast ausschließlich westliche DJs, die Balkanrhythmen und Zigeunermelodien auf den Dancefloor brachten, mischen heute DJs und Musiker auf dem Balkan selbst eigene Grooves.

Musiker aus Ost und West arbeiten nun – Internet sei Dank – an gemeinsamen Tracks. Ein Wettbewerb im Netz wurde entfacht, mit der Folge, dass viele Musiker ihre Mischungen nur noch in Blogs online zu stellen, anstatt sie physisch zu veröffentlichen.

Die besten dieser Tracks hat Eastblok ausgegraben (über die Hälfte hiervon waren bisher unveröffentlicht) und einmal wieder Pionierarbeit für die Verbreitung osteuropäische Musik geleistet.

Wertung: (8 von 10 Sternen)

Quelle: Katrin Schneider
Ox-Fanzine
/ Ausgabe # 88 (Februar/März 2010)

Balkan Grooves @ skug

Zufällig war meine zwanzigjährige Cousine aus Belgrad anwesend, als ich diese CD aus dem review-Stapel fischte, also zeigte ich sie ihr und fragte, wen sie auf dieser Comiplation kenne. Sie lachte aber nur, und weg war sie. Zugegebn, das hat nichts zu sagen, aber es könnte doch etwas bedeuten.
Das Balkan Soundsystem, wie ich selbst es immer erlebt habe, ist der jamaikanischen Version nicht unähnlich: Man begegnet ihm überall, in den Straßen, Läden, Cafés, Bars Clubs, nur nicht im üblichen Kulturbetrieb, wo man unter einsatz aller Kräfte und Möglichkeiten ja ganz andere Interessen verfolgt. Das lässt sich in gewisser Weise mit der Situation in Wien vergleichen: Man kann hinauf nach Deutschland blicken oder einfach um sich schauen, und schon ist man näher am Balkan (so ist es nun einmal, daran ist nichts zu ändern). Diese CD ist sehr gut und bietet – wie die meisten Eastblok-Produktionen – auch eine gute Auswahl, dürfte jedoch eher für Menschen gedacht sein, die zwar osteuropäisches Lokalkolorit schätzen, aber mit dieser Region sonst nicht viel am Hut haben. FreundInnen in Wien, holt euch das richtige Zeug vom Markt, davon gibt’s genug und billig ist es außerdem!

Noel Akchote / Ü: F. Kulcsar
Quelle: skug

Balkan Grooves @ Incendiary Magazone

There isn’t any particular style to the recordings on Balkan Grooves; rather anything that can get people dancing seems to be the principle.
Another magnificent release from Eastblok music, Balkan Grooves is a truly sonic mash up, and a brilliant overview of what has been fermenting in the last 10 years or so. There isn’t any particular style to the recordings on Balkan Grooves; rather anything that can get people dancing seems to be the principle. And anyway, how anyone could fail to love a track entitled I Was Drunk (Riva Starr feat Nôze) is beyond me, regardless what it sounds like (marvellous, in case you were wondering).
Of course, this record draws a great deal on the Balkans’ musical heritage; brass instruments are bloody everywhere in the mix. As are traditional folk tunes. A very sentimental folk song and what can very loosely be described as drum’n’bass (though it’s closer to a good old fashioned knees up) combine to great effect on Goulash Exotica’s Kotyaka. You’ll enjoy the rustic singing on Kottarashky’s urbane mix Cheteri, too. There are also some beautifully melodic inventions; Leni Kravac’s Zajednica boasts the most enjoyable, most effective sampling of brass instruments I think I have heard, all over a spacey drum’n’bass backdrop.
Elsewhere, Shazalakazoo, from Serbia, has two magnificent tracks to his name here; the daft Sarmageddon which almost gets into Oliver Postgate territory, and the tremendous (and I mean tremendous) collaboration with France’s Watcha Clan, Balkan Qoulou.

And that leads me onto the other point: the mix of East and West a hackneyed phrase I know, and possibly one of the laziest journalistic props in reviews of this sort. But it has to be said; the mix of Western urban DJ culture and Eastern rhythms and brio is quite phenomenal. This can be seen in the funny-stately Oci by Bosnian-Danish project Fagget Fairys. A bit of research revealed that Dobranotch from St.Petersburg and Paris’s DJ Click regularly “swap files” (a marvellous phrase is it not?) between Mysterious East and Decadent West… The skanky, poppy Batuta is the marvellous result of said cultural exchange.
Big thanks must go to Eastblok for their patience and skill in putting this together. It must have been some task.

Quelle: Incendiary Magazine

Balkan Grooves @ Berliner Fenster

Was Anfang der 90er-Jahre mit ersten Veröffentlichungen von Feldforschern begann, ist heute eine weltweite Clubbewegung! Jetzt haben auch hippe Electro-DJs diese Balkanenergie entdeckt.
Aus Brass-Samples wurde gepimter Balkan-Dancehall. Akzente setzen hier Turntable-Zauberer wie Ulf Lindemann aka [dunkelbunt] aus Wien oder Stefano Miele alias Riva Starr aus Italien. Auch Kulturverschmelzungen wie beim bosnisch-dänischen Projekt Fagget Fairys oder dem Wahlberliner Valentino Vallente sind dabei.
Der Westen mixt den Osten und umgekehrt. Strikte Szenentrennung war gestern. Heute trifft Brass auf Drum and Bass, Folk auf Minimal. Mehr als 50% der Tracks auf Balkan Grooves sind übrigens exklusiv und unveröffentlicht!

Quelle: Johannes Heretsch aka DJ Globalution
Berliner Fenster – Rubrik: Weltmusik


Balkan Grooves @ ultimo

Diese ist eindeutig eine CD für die Tanzflächen der Clubs. Auf der Grundlage von pumpenden Beats entstand hier ein Crossover aus rauen Balkan-Zutaten, Arabesken, Rebetiko und Schwarzmeerfolklore, aber auch westlichem Sprechgesang bzw. Toasting, das auf Drum’nBass, Dubstep und ähnliche Grooves trifft.
Die Protagonisten des Albums sind nicht die üblichen Verdächtigen der BalkanBrass-Szene, es handelt sich also nicht um wiederaufbereitete traditionelle Songs, sondern um neues Material, das mit Soundfiles von alten Balkanthemen angereichert und das ein oder andere Mal noch einmal remixt wurde. Auf dem Album finden sich Künstler wie der nebenan beschriebene Kottarashky, Dunkelbunt, das Anima Sound System, Shazalakazoo, DJ Click und der Watcha Clan. Was mir persönlich zumindest zu Haus auf dem Sofa manchmal zu doll rumst, dürfte auf der Tanzfläche bei elektro- und balkanerprobten Tänzern wunderbar funktionieren.

(inge)
Quelle: Ultimo Lübeck

Balkan Grooves @ sound-and-image

Auf die Jungs von Eastblok Music aus Berlin ist halt immer Verlass. Wenn es darum geht, den Osten Europas auf den Tanzflur zu zerren, waren die Scheiben dieses Labels schon immer ganz weit vorne, eine hohe Hausnummer und ganz großes Tennis. Auch dieser 15-teilige Brecher ist wieder bis unter die Mütze vollgestopft mit anarchisch-sportlichen Crossover-Elektro-Brass-Beats, die zwischen St. Petersburg, Berlin, Paris, Belgrad, Budapest und Sofia aufgelesen wurden. Bei den „Balkan Grooves” hat man nun einer speziellen Entwicklung dieses Genres Rechnung getragen, die sich in Windeseile verbreitet hat: dem fortgeschrittenen und respektlosen Remixen jeder noch so hippen und verwertbaren Vorlage, die der Balkan-Hype hervorgebracht hat. Dabei geht es schon längst nicht mehr nur um das simple Aufpeppen von Folklore, sondern um das Etablieren einer eigenständigen DJ-, Remix- und Hybrid-Szene, die sich aus dem Baukasten der vorhandenen oder immer wieder neu enstehenden Tracks bedient. Ob man dabei nun lokal im eigenen Saft ein neues Gebräu ansetzt oder grenzen- bzw. staatenübergreifend mit Hilfe des Internet kollaboriert, Hauptsache die Kulturschmelze vollzieht sich möglichst schnell und taugt zum Kräftemessen auf dem Tanzflur. Und so vereinen sich auf diesem Sampler Künstler und Projekte, die bedingungslos auf feuchtfröhliche Stimmung gebürstet sind und osteuropäische Rhythmen, elektronische Hilfsmittel und alternative Tanzschuppen-Grooves miteinander verschmelzen.

Quelle: sound-and-image.de

Balkan Grooves @ concerto

Kaum hat das Jahr 2010 begonnen, gibt es auch schon einen neuen Balkan-Sampler. „Balkan Grooves“ nennt sich die im Februar erscheinende Compilation und besticht durch einige neu zu entdeckende Artists. Die Osteuropa-Welle bringt nach wie vor immer wieder neue tolle Künstler zum Vorschein, z.B. die Band Shazalakazoo aus Serbien, Dobranotch, Balkantronika, La Caravane Electro usw. Das hält die Sache in Schwung und bringt auch durch die Vernetzung interessante Kollaborationen zu Tage, was der Musik ja nicht unbedingt schlecht tut. Es gibt noch viel am Balkan zu entdecken. Klarerweise sind die Stücke auch sehr partytauglich.

Haku
Quelle: concerto, Ausgabe Nr. 1, Februar/März 2010, Rubriik: Tonträger / folk & world

World Music Charts Platz 8

Balkanmusik in allen Variationen ist mittlerweile zum weltweiten Clubsound geworden, und das ist gut so. Durch die neuen Produktionsbedingungen findet ein weltweiter Wettbewerb in Echtzeit statt. So arbeitet der Pariser DJ Click mit Dobranotch aus St. Petersburg usw. Die meisten Stücke hier sind unveröffentlicht, und schon allein deshalb ist die Compilation ein Muss.

Quelle: Concerto 02/2010

Balkan Grooves @ GlobalSounds

Wertung: 4/5 Sternen

«Holen wir’s uns zurück» ist eine der Aussagen dieser Produktion – oder anders gefragt: Warum sollen Balkan Beats nur im Westen remixed werden?

Bisher verlief die Produktionsschiene ja einbahnmässig von Osten nach Westen: Die Gypsy-Formationen und Balkan Brass Orchester waren für die handwerkliche Seite, das «Material» zuständig, in den Computern der DJs aus dem Westen wurde daraus die Tanzmusik für die Clubs gebraut (und Geld verdient). Nun holen sich die DJs aus dem Osten «ihre» Sounds zurück und zeigen, wie sie’s gerne gemixt hätten. Und es heisst auch öfters «sample the Sampler» und «remix the Remixer». So wird aus der Einbahnstrasse ein reger Grenzverkehr.

Diese CD zielt klar auf die Tanzflächen, d.h. die Beats stampfen ohne Gnade. Und wie es bei Samplern ist: Die Geschmäcker sind sehr verschieden. Es macht einen grossen Unterschied, ob Shazalakazoo aus Serbien den Balkan Qoulou vom Watcha Clan aus Marseille wieder «zurückholt», das bosnisch-dänische Projekt Fagget Fairys ihre Songs aus eigenem Kulturmix erstellt, oder Imam Baildi ihren griechisch eingefärbte Weltmusik-Mix nochmals durch die Maschinerie von DJ Panko schicken. Nicht jeder Mix ist von Musikalität geleitet, oder vielleicht hatte der eine oder andere Mixer Angst, dass die Tänzer ohne Sturmpauke aus dem Tritt geraten könnten.

Eine Scheibe, welche in jeden DJ-Bag gehört, wohl auch manche Auto-Soundanlage an den Rand der Kapazität bringt, manchmal aber zu sequenzerlastig daher kommt.

Quelle: GlobalSounds

Balkan Grooves @ Sputnik

Der Balkan groovt

Oliver SPUTNIK

Was vor Jahren hauptsächlich mit rumänischen Zigeunerkapellen begann, ist inzwischen eine handfeste Clubbewegung geworden. Das Berliner Label Eastblok Records präsentiert dazu den passenden Sampler: Balkan Grooves.

Mittlerweile kursieren massig Balkantracks durchs Netz. DJ-Sets, unendliche Playlisten bei diversen Internetradios und nicht immer legale Songcollagen, bei denen sich schon mal jüdische Volkslieder mit Madonna vereinen.

Balkan erobert die Elektro-Szene

Waren es in den letzten Jahren vor allem die Worldmusic-DJs, die die Rhythmen aus dem Balkan in die Clubs der Welt brachten, hat die Balkan-Euphorie nun auch die Electro-Produzenten der Welt erreicht. Elektronische-Balkan-Beats für die heimische Stereoanlage bietet der neue Sampler von Eastblok Records: Balkan Grooves.

Kostproben im Makossa-Webradio

Vorausgegangen ist dem neuesten Sampler die Reihe Balkan Beats. Der elektronische Bruder, sozusagen die Balkan 2.0 Variante enthält massig unveröffentlichte Titel und ist für Liebhaber sogar auf Vinyl erschienen – allerdings nur in einer limitierten Auflage von 500 Exemplare. Kostproben gibt es im Makossa Channel.

Quelle: Radio Sputnik


Balkan Grooves @ DJR

Balkangrooves im Anmarsch

“Während schon seit Längerem sogenannte Worldmusik-DJs auf den Balkanzug aufsteigen, haben nun auch hippe Electro-Produzenten die Balkan-Energie und den anarchistischen Ost-Spaß für sich entdeckt”, heißt es in dem PR-Text für die Compilation Balkangrooves, die Anfang Februar in den Handel kommt und bei Eastblock Music erscheint. Dieser “Crossover an allen Fronten”, diese Vermischung der Genres und Subgenres (von der recht häufig ekeligen VerMashung sehe ich ab 😉 und die Stilmischungen quer durch den Garten sind seit langem zu beobachten, das macht vor dem originären Sound der Balkanmusik nicht halt, zumal ihre “Verviertelung” geradezu dazu auffordert (Mein ältester Housetrack mit Balkananleihen erschien 2006, heißt passend Arab to Balkan – auf Total Vibes Records – und wurde von Damir Pushkar aka Dampa aus Kroatien produziert). Der neue Sampler Balkangrooves macht derweil meine Hoffnung groß, dass ein paar frische Tracks zu bekommen sind, da immerhin neun unveröffentlichte Songs auf Balkangrooves zu finden sind. Die vertretenen Künstler lassen Gutes ahnen. Mit von der Party ist übrigens auch Basadub, das Dortmunder Trio um Saletico, DJ Badre von Globalibre und DJ Rexnon. Einen gratulierenden DJ-Gruss in den Ruhrpott Ost!

Quelle: DJR

Balkan Grooves @ Fairaudio

gemacht, um den balkan endgültig auf die tanzflächen der clubs zu zerren

Das hier würde so manch wohlmeinenden Musikethnologen vom Glauben abfallen lassen: Wo sind die Zigeunergeiger, die betörenden Balkan-Bläser, die süßlich-schwermütigen Melodien der Slawen, die zu erwarten er in vielen Jahren der Feldforschung gelernt hat? Oh, die sind schon noch da – allerdings überlagert von einer gehörigen Portion Disco Groove! Tanzbar waren die meisten Balkan-Nummern ja schon immer, mit ihrem halsbrecherischen Tempo und ihrem zumeist von einer waghalsigen Basstuba getriebenen Beat. Jetzt aber haben sich einige Produzenten und DJs auf Geheiß des sympathischen Labels Eastblok Music aufgemacht, den Balkan endgültig aus seiner Folklore-Ecke auf die Tanzflächen der westlichen Clubs zu zerren.

Herausgekommen ist dabei etwas, was man von der mittlerweile etablierten Balkan Beat-Welle so nicht kennt. Das fängt schon mit dem Opener Raise Up Your Hand an, einer beatgepimpten Dancehall-Nummer, bei der sich der Mazedonier Kiril mit dem Birminghamer Ex-Rockers Hi-Fi-Toaster Ras Tweed ein bisschen Jamaika ins Studio holt, während die legendäre Roma-Sängerin Esma Redzepova für einen Gastauftritt schon in den Startlöchern steht. Oder es werden einfach Files hin- und hergeschickt, wie zwischen dem Sanct Petersburger Dobranotch und dem Pariser DJ Click. Ab Track 6 wird es dann richtig interessant: Zajednica von Leni Kravac, dem Alter Ego des Slowenischen Drum&Bass- und R&B-Produzenten und Bassisten Jasarov, ist ein toller Song, Balkan Qoulou vom Marseiller Watcha Clan – laut Funkhaus Europa ein „verrückter Mestizo-Haufen“ – ein echtes Groove-Monster, stilecht orientalisiert mit allerlei nahöstlichen Arabesken. Oder Kebab Connection, eine lustige Nummer vom Wahl-Wiener Dunkelbunt, der als einer der Pioniere des „Electro-Swing“, sprich: des Fusionierens von südosteuropäischer Folklore, Klezmer und Swing mit elektronischer Musik gilt, sowie des Afro-Beat- und Reggae-Künstlers Cloud Tissa, die mich in ihrer Gesamtwirkung an das grandiose Duett Marry Me von Peter Fox und Miss Platnum erinnert. Der letzte Track, Rebetiko Song, wurde von Le Caravane Electro nur ganz behutsam elektronisiert und könnte so auch von einem Verve Unmixed/Remixed-Sampler stammen. Szenetrennung und Genregrenzen jedenfalls wird man auf den Balkan Grooves vergeblich suchen. Einender Faktor ist die raue Energie und nicht zuletzt der anarchische Spaß, den die Musiker gehabt haben dürften und der hoffentlich auch die potentiellen Hörer trifft.

Quelle: Fairaudio

Balkan Grooves @ Ox-Fanzine

Von Neuem besticht das Eastblok-Label mit einer Veröffentlichung von Balkan-Musik, wie sie in Deutschland vorher noch nicht erschienen ist: Auf dem „Balkan Grooves“-Sampler bekommt der Hörer eine Antwort auf die Frage, was momentan eigentlich auf der Baustelle von elektronischer Musik aus Ost und West passiert.

So erklären beispielsweise der Wiener DUNKELBUNT, das bosnisch-dänische Projekt FAGGET FAIRYS oder die Kooperation zwischen DOBRANOTCH aus Russland und DJ Click aus Frankreich, was vor sich geht: Waren es früher fast ausschließlich westliche DJs, die Balkanrhythmen und Zigeunermelodien auf den Dancefloor brachten, mischen heute DJs und Musiker auf dem Balkan selbst eigene Grooves.

Musiker aus Ost und West arbeiten nun – Internet sei Dank – an gemeinsamen Tracks. Ein Wettbewerb im Netz wurde entfacht, mit der Folge, dass viele Musiker ihre Mischungen nur noch in Blogs online zu stellen, anstatt sie physisch zu veröffentlichen.

Die besten dieser Tracks hat Eastblok ausgegraben (über die Hälfte hiervon waren bisher unveröffentlicht) und einmal wieder Pionierarbeit für die Verbreitung osteuropäische Musik geleistet.

Wertung: (8 von 10 Sternen)

Quelle: Katrin Schneider
Ox-Fanzine
/ Ausgabe # 88 (Februar/März 2010)

Balkan Grooves @ skug

Zufällig war meine zwanzigjährige Cousine aus Belgrad anwesend, als ich diese CD aus dem review-Stapel fischte, also zeigte ich sie ihr und fragte, wen sie auf dieser Comiplation kenne. Sie lachte aber nur, und weg war sie. Zugegebn, das hat nichts zu sagen, aber es könnte doch etwas bedeuten.
Das Balkan Soundsystem, wie ich selbst es immer erlebt habe, ist der jamaikanischen Version nicht unähnlich: Man begegnet ihm überall, in den Straßen, Läden, Cafés, Bars Clubs, nur nicht im üblichen Kulturbetrieb, wo man unter einsatz aller Kräfte und Möglichkeiten ja ganz andere Interessen verfolgt. Das lässt sich in gewisser Weise mit der Situation in Wien vergleichen: Man kann hinauf nach Deutschland blicken oder einfach um sich schauen, und schon ist man näher am Balkan (so ist es nun einmal, daran ist nichts zu ändern). Diese CD ist sehr gut und bietet – wie die meisten Eastblok-Produktionen – auch eine gute Auswahl, dürfte jedoch eher für Menschen gedacht sein, die zwar osteuropäisches Lokalkolorit schätzen, aber mit dieser Region sonst nicht viel am Hut haben. FreundInnen in Wien, holt euch das richtige Zeug vom Markt, davon gibt’s genug und billig ist es außerdem!

Noel Akchote / Ü: F. Kulcsar
Quelle: skug

Balkan Grooves @ Incendiary Magazone

There isn’t any particular style to the recordings on Balkan Grooves; rather anything that can get people dancing seems to be the principle.
Another magnificent release from Eastblok music, Balkan Grooves is a truly sonic mash up, and a brilliant overview of what has been fermenting in the last 10 years or so. There isn’t any particular style to the recordings on Balkan Grooves; rather anything that can get people dancing seems to be the principle. And anyway, how anyone could fail to love a track entitled I Was Drunk (Riva Starr feat Nôze) is beyond me, regardless what it sounds like (marvellous, in case you were wondering).
Of course, this record draws a great deal on the Balkans’ musical heritage; brass instruments are bloody everywhere in the mix. As are traditional folk tunes. A very sentimental folk song and what can very loosely be described as drum’n’bass (though it’s closer to a good old fashioned knees up) combine to great effect on Goulash Exotica’s Kotyaka. You’ll enjoy the rustic singing on Kottarashky’s urbane mix Cheteri, too. There are also some beautifully melodic inventions; Leni Kravac’s Zajednica boasts the most enjoyable, most effective sampling of brass instruments I think I have heard, all over a spacey drum’n’bass backdrop.
Elsewhere, Shazalakazoo, from Serbia, has two magnificent tracks to his name here; the daft Sarmageddon which almost gets into Oliver Postgate territory, and the tremendous (and I mean tremendous) collaboration with France’s Watcha Clan, Balkan Qoulou.

And that leads me onto the other point: the mix of East and West a hackneyed phrase I know, and possibly one of the laziest journalistic props in reviews of this sort. But it has to be said; the mix of Western urban DJ culture and Eastern rhythms and brio is quite phenomenal. This can be seen in the funny-stately Oci by Bosnian-Danish project Fagget Fairys. A bit of research revealed that Dobranotch from St.Petersburg and Paris’s DJ Click regularly “swap files” (a marvellous phrase is it not?) between Mysterious East and Decadent West… The skanky, poppy Batuta is the marvellous result of said cultural exchange.
Big thanks must go to Eastblok for their patience and skill in putting this together. It must have been some task.

Quelle: Incendiary Magazine

Balkan Grooves @ Berliner Fenster

Was Anfang der 90er-Jahre mit ersten Veröffentlichungen von Feldforschern begann, ist heute eine weltweite Clubbewegung! Jetzt haben auch hippe Electro-DJs diese Balkanenergie entdeckt.
Aus Brass-Samples wurde gepimter Balkan-Dancehall. Akzente setzen hier Turntable-Zauberer wie Ulf Lindemann aka [dunkelbunt] aus Wien oder Stefano Miele alias Riva Starr aus Italien. Auch Kulturverschmelzungen wie beim bosnisch-dänischen Projekt Fagget Fairys oder dem Wahlberliner Valentino Vallente sind dabei.
Der Westen mixt den Osten und umgekehrt. Strikte Szenentrennung war gestern. Heute trifft Brass auf Drum and Bass, Folk auf Minimal. Mehr als 50% der Tracks auf Balkan Grooves sind übrigens exklusiv und unveröffentlicht!

Quelle: Johannes Heretsch aka DJ Globalution
Berliner Fenster – Rubrik: Weltmusik


Balkan Grooves @ ultimo

Diese ist eindeutig eine CD für die Tanzflächen der Clubs. Auf der Grundlage von pumpenden Beats entstand hier ein Crossover aus rauen Balkan-Zutaten, Arabesken, Rebetiko und Schwarzmeerfolklore, aber auch westlichem Sprechgesang bzw. Toasting, das auf Drum’nBass, Dubstep und ähnliche Grooves trifft.
Die Protagonisten des Albums sind nicht die üblichen Verdächtigen der BalkanBrass-Szene, es handelt sich also nicht um wiederaufbereitete traditionelle Songs, sondern um neues Material, das mit Soundfiles von alten Balkanthemen angereichert und das ein oder andere Mal noch einmal remixt wurde. Auf dem Album finden sich Künstler wie der nebenan beschriebene Kottarashky, Dunkelbunt, das Anima Sound System, Shazalakazoo, DJ Click und der Watcha Clan. Was mir persönlich zumindest zu Haus auf dem Sofa manchmal zu doll rumst, dürfte auf der Tanzfläche bei elektro- und balkanerprobten Tänzern wunderbar funktionieren.

(inge)
Quelle: Ultimo Lübeck

Balkan Grooves @ sound-and-image

Auf die Jungs von Eastblok Music aus Berlin ist halt immer Verlass. Wenn es darum geht, den Osten Europas auf den Tanzflur zu zerren, waren die Scheiben dieses Labels schon immer ganz weit vorne, eine hohe Hausnummer und ganz großes Tennis. Auch dieser 15-teilige Brecher ist wieder bis unter die Mütze vollgestopft mit anarchisch-sportlichen Crossover-Elektro-Brass-Beats, die zwischen St. Petersburg, Berlin, Paris, Belgrad, Budapest und Sofia aufgelesen wurden. Bei den „Balkan Grooves” hat man nun einer speziellen Entwicklung dieses Genres Rechnung getragen, die sich in Windeseile verbreitet hat: dem fortgeschrittenen und respektlosen Remixen jeder noch so hippen und verwertbaren Vorlage, die der Balkan-Hype hervorgebracht hat. Dabei geht es schon längst nicht mehr nur um das simple Aufpeppen von Folklore, sondern um das Etablieren einer eigenständigen DJ-, Remix- und Hybrid-Szene, die sich aus dem Baukasten der vorhandenen oder immer wieder neu enstehenden Tracks bedient. Ob man dabei nun lokal im eigenen Saft ein neues Gebräu ansetzt oder grenzen- bzw. staatenübergreifend mit Hilfe des Internet kollaboriert, Hauptsache die Kulturschmelze vollzieht sich möglichst schnell und taugt zum Kräftemessen auf dem Tanzflur. Und so vereinen sich auf diesem Sampler Künstler und Projekte, die bedingungslos auf feuchtfröhliche Stimmung gebürstet sind und osteuropäische Rhythmen, elektronische Hilfsmittel und alternative Tanzschuppen-Grooves miteinander verschmelzen.

Quelle: sound-and-image.de

Balkan Grooves @ concerto

Kaum hat das Jahr 2010 begonnen, gibt es auch schon einen neuen Balkan-Sampler. „Balkan Grooves“ nennt sich die im Februar erscheinende Compilation und besticht durch einige neu zu entdeckende Artists. Die Osteuropa-Welle bringt nach wie vor immer wieder neue tolle Künstler zum Vorschein, z.B. die Band Shazalakazoo aus Serbien, Dobranotch, Balkantronika, La Caravane Electro usw. Das hält die Sache in Schwung und bringt auch durch die Vernetzung interessante Kollaborationen zu Tage, was der Musik ja nicht unbedingt schlecht tut. Es gibt noch viel am Balkan zu entdecken. Klarerweise sind die Stücke auch sehr partytauglich.

Haku
Quelle: concerto, Ausgabe Nr. 1, Februar/März 2010, Rubriik: Tonträger / folk & world

World Music Charts Platz 8

Balkanmusik in allen Variationen ist mittlerweile zum weltweiten Clubsound geworden, und das ist gut so. Durch die neuen Produktionsbedingungen findet ein weltweiter Wettbewerb in Echtzeit statt. So arbeitet der Pariser DJ Click mit Dobranotch aus St. Petersburg usw. Die meisten Stücke hier sind unveröffentlicht, und schon allein deshalb ist die Compilation ein Muss.

Quelle: Concerto 02/2010

Balkan Grooves @ GlobalSounds

Wertung: 4/5 Sternen

«Holen wir’s uns zurück» ist eine der Aussagen dieser Produktion – oder anders gefragt: Warum sollen Balkan Beats nur im Westen remixed werden?

Bisher verlief die Produktionsschiene ja einbahnmässig von Osten nach Westen: Die Gypsy-Formationen und Balkan Brass Orchester waren für die handwerkliche Seite, das «Material» zuständig, in den Computern der DJs aus dem Westen wurde daraus die Tanzmusik für die Clubs gebraut (und Geld verdient). Nun holen sich die DJs aus dem Osten «ihre» Sounds zurück und zeigen, wie sie’s gerne gemixt hätten. Und es heisst auch öfters «sample the Sampler» und «remix the Remixer». So wird aus der Einbahnstrasse ein reger Grenzverkehr.

Diese CD zielt klar auf die Tanzflächen, d.h. die Beats stampfen ohne Gnade. Und wie es bei Samplern ist: Die Geschmäcker sind sehr verschieden. Es macht einen grossen Unterschied, ob Shazalakazoo aus Serbien den Balkan Qoulou vom Watcha Clan aus Marseille wieder «zurückholt», das bosnisch-dänische Projekt Fagget Fairys ihre Songs aus eigenem Kulturmix erstellt, oder Imam Baildi ihren griechisch eingefärbte Weltmusik-Mix nochmals durch die Maschinerie von DJ Panko schicken. Nicht jeder Mix ist von Musikalität geleitet, oder vielleicht hatte der eine oder andere Mixer Angst, dass die Tänzer ohne Sturmpauke aus dem Tritt geraten könnten.

Eine Scheibe, welche in jeden DJ-Bag gehört, wohl auch manche Auto-Soundanlage an den Rand der Kapazität bringt, manchmal aber zu sequenzerlastig daher kommt.

Quelle: GlobalSounds

Balkan Grooves @ Sputnik

Der Balkan groovt

Oliver SPUTNIK

Was vor Jahren hauptsächlich mit rumänischen Zigeunerkapellen begann, ist inzwischen eine handfeste Clubbewegung geworden. Das Berliner Label Eastblok Records präsentiert dazu den passenden Sampler: Balkan Grooves.

Mittlerweile kursieren massig Balkantracks durchs Netz. DJ-Sets, unendliche Playlisten bei diversen Internetradios und nicht immer legale Songcollagen, bei denen sich schon mal jüdische Volkslieder mit Madonna vereinen.

Balkan erobert die Elektro-Szene

Waren es in den letzten Jahren vor allem die Worldmusic-DJs, die die Rhythmen aus dem Balkan in die Clubs der Welt brachten, hat die Balkan-Euphorie nun auch die Electro-Produzenten der Welt erreicht. Elektronische-Balkan-Beats für die heimische Stereoanlage bietet der neue Sampler von Eastblok Records: Balkan Grooves.

Kostproben im Makossa-Webradio

Vorausgegangen ist dem neuesten Sampler die Reihe Balkan Beats. Der elektronische Bruder, sozusagen die Balkan 2.0 Variante enthält massig unveröffentlichte Titel und ist für Liebhaber sogar auf Vinyl erschienen – allerdings nur in einer limitierten Auflage von 500 Exemplare. Kostproben gibt es im Makossa Channel.

Quelle: Radio Sputnik


Balkan Grooves @ DJR

Balkangrooves im Anmarsch

“Während schon seit Längerem sogenannte Worldmusik-DJs auf den Balkanzug aufsteigen, haben nun auch hippe Electro-Produzenten die Balkan-Energie und den anarchistischen Ost-Spaß für sich entdeckt”, heißt es in dem PR-Text für die Compilation Balkangrooves, die Anfang Februar in den Handel kommt und bei Eastblock Music erscheint. Dieser “Crossover an allen Fronten”, diese Vermischung der Genres und Subgenres (von der recht häufig ekeligen VerMashung sehe ich ab 😉 und die Stilmischungen quer durch den Garten sind seit langem zu beobachten, das macht vor dem originären Sound der Balkanmusik nicht halt, zumal ihre “Verviertelung” geradezu dazu auffordert (Mein ältester Housetrack mit Balkananleihen erschien 2006, heißt passend Arab to Balkan – auf Total Vibes Records – und wurde von Damir Pushkar aka Dampa aus Kroatien produziert). Der neue Sampler Balkangrooves macht derweil meine Hoffnung groß, dass ein paar frische Tracks zu bekommen sind, da immerhin neun unveröffentlichte Songs auf Balkangrooves zu finden sind. Die vertretenen Künstler lassen Gutes ahnen. Mit von der Party ist übrigens auch Basadub, das Dortmunder Trio um Saletico, DJ Badre von Globalibre und DJ Rexnon. Einen gratulierenden DJ-Gruss in den Ruhrpott Ost!

Quelle: DJR